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natuurkundig laboratorium eindhoven

Geschichte

1947

Die Geschichte des heutigen Unternehmens CIREX beginnt im Jahr 1947. Im physikalischen Labor von Philips in Eindhoven wird eine experimentelle Wachsmodellgießerei gegründet. In den USA wird das Wachsausschmelzverfahren als vielversprechende, boomende Technologie für komplexe Metallprodukte für u.a. den Flugzeugbau betrachtet.

1952

Gründung einer nach dem Wachsausschmelzverfahren arbeitenden Gießerei außerhalb des physikalischen Labors. Das Wachsausschmelzverfahren wird durch Philips Machinefabrieken übernommen.

1961

Neben der Wachsmodellgießerei existiert auch eine Sandgießerei, die Twentsche IJzergieterij. Die Gießerei ist Teil der Maschinenwerke von Philips. Die Twentsche IJzergieterij ist jedoch veraltet und muss modernisiert werden.

1962

In der Twentsche IJzergieterij wird auch die Wachsmodellgießerei untergebracht. Es erfolgt die Lieferung der ersten Brennkammern, auch „Schweineschnauzen“ genannt, an das deutsche Unternehmen Hanomag-Henschel.

1963

Die Wachsmodellgießerei CIREX in Almelo wird durch Zusammenlegung von drei Unternehmen gegründet: Twentsche IJzergieterij (Borne), Wasmodelgieterij Werkspoor (Amsterdam) und Wasmodelgieterij Philips (Eindhoven). Das neue Werk wird neben der Niederlassung von Philips Machinefabrieken, dem heutigen VDL ETG, gebaut. CIREX ist Eigentum von Philips (60 %) und Werkspoor (40 %).

1964

Beginn der Produktion bei CIREX in Almelo als Eisen- und Wachsmodellgießerei.

1967

4 % des Umsatzes werden in der Automobilindustrie generiert. Erste Lieferung von Brennkammern an Volkswagen. Trotz dieses Erfolgs bleiben die Ergebnisse infolge der mit Verlust arbeitenden Sandgießerei hinter den Erwartungen zurück. Es erfolgt eine radikale Umstrukturierung. Die Firma Werkspoor zieht sich zurück. Philips wird alleiniger Anteilseigner. Das damalige Personal stammt von Philips. Die Eisengießerei wird eingestellt. Der Schwerpunkt liegt ab sofort auf der Wachsmodellgießerei.

1968

Werkspoor verkauft seine Anteile für 1,- Gulden an Philips. CIREX arbeitet nun auch verstärkt für Dritte, nicht mehr nur für Philips.

1977

Mittlerweile werden 10 % des Umsatzes in der Automobilindustrie generiert. Im Vergleich zu 1967 hat sich der Umsatz verdreifacht.

1987

Philips stößt das Unternehmen ab. Es folgt eine Übernahme durch Hoogovens. Es wird in eine große Gussanlage investiert. Wieder hat sich der Umsatz verdreifacht. Der in der Automobilbranche erzielte Umsatz ist auf 30 % gestiegen. Für Volkswagen ist CIREX nun zweiter Lieferant von Brennkammern.

1990

CIREX wird durch einen Brand zu 50 % zerstört. Auch dank des Engagements der Mitarbeiter haben die Kunden dadurch aber kaum Nachteile. Nach nur drei Wochen schon wird die Produktion wieder aufgenommen.

1991

Der Umsatz in der Automobilbranche steigt auf 60 %. Mittlerweile ist CIREX Lieferant von Stahlkomponenten für General Motors, BMW, Mercedes Benz und Volkswagen. Für Volkswagen ist CIREX erster Lieferant (Hauslieferant).

1992

Unternehmensumstrukturierung anlässlich starkem Umsatzrückgang. Um mehr Umsatz zu generieren, wird beschlossen, den Schwerpunkt noch deutlicher auf die Automobilbranche zu legen.  In diesem Jahr wird unter dem Namen TATRAREX gemeinsam mit dem tschechischen LKW-Hersteller TATRA in Tschechien ein Joint Venture gegründet. Diese neue Wachsmodellgießerei ist zu 30 % Eigentum von TATRA und zu 70 % von CIREX.

2000

CIREX und TATRAREX (zusammen 220 Mitarbeiter) werden an die Investitionsgesellschaft Nimbus und die Gietburg Groep verkauft. Es folgt eine Strategieänderung: CIREX spezialisiert sich auf Massenproduktion, TATRAREX auf die Produktion kleinerer Serien.

2000

Start eines umfangreichen Investitionsprogramms; für die Massenproduktion wird der erste Roboter in der Wachsabteilung installiert.

2001

CIREX erwirbt die 30%, die TATRA gehören. Der Name der Niederlassung in Tschechien wird in CIREX CZ geändert.

2003

CIREX CZ zieht vom TATRA Werkgelände in ein neues Gebäude im Industriegebiet in Koprivinice um. Der Umzug und die zusätzlichen Investitionen erhöhen die Kapazität um 50 %.

2008

Beginn des Baus der neuen Gusshalle in Almelo, in der eine vollständig automatisierte Gussanlage installiert wird. Durch diese Investition wird die Gusskapazität um 50 % gesteigert und der Kapazität des Formenbaus angepasst.

2010

Gründung von CIREX Finishing & Machining in einer zweiten Produktionshalle in Tschechien. Hier wird die Gussware aus den Niederlanden und Tschechien gestrahlt, geschliffen und gegebenenfalls nachbearbeitet.

2013

CIREX hat sich seit 2000 zu einem der größten Spezialisten im Wachsausschmelzverfahren entwickelt. Das Unternehmen ist finanziell gesund, erzielt stabil steigenden Umsatz und die Zahl seiner internationalen Kunden nimmt zu. Neben der Automobilindustrie sind Prozess- und Pharmaindustrie, Flugzeugbau, Petrochemie und Maschinenbau wichtige Absatzmärkte geworden.

2015

Beginn des Baus einer neuen Keramikabteilung. Als Ersatz für das bestehende Keramikverfahren wird eine vollständig automatisierte, flexible neue Produktionslinie installiert. Bei Entwurf des Verfahrens wurde insbesondere auf Umwelt, Energieverbrauch und Nachhaltigkeit geachtet.